Hauseigentümer in der Pflicht

Für Instandhaltungsmaßnahmen an der hauseigenen Gasinstallation sind auch die Eigentümer selbst verantwortlich. Dessen sind sich Hausbesitzer oft gar nicht bewusst. Zur eignen, aber auch zur Sicherheit aller, ist es erforderlich, die folgenden Dinge zu beachten.

  • Leitungsanlagen sind einmal jährlich einer gezielten Sichtkontrolle zu unterziehen. Dabei ist gleichzeitig auf Gasgeruch zu achten. Diese Sichtkontrolle kann durch den Betreiber selbst erfolgen oder auch fremdvergeben werden. Für die Durchführung sind keine besonderen technischen Kenntnisse oder Fertigkeiten erforderlich.
  • Darüber hinaus ist die Gebrauchsfähigkeit bzw. Dichtheit der Gasleitungsanlage alle 12 Jahre durch ein beim Netzbetreiber (in der Stadt Werdau und ihren Ortsteilen die Stadtwerke Werdau GmbH) eingetragenes Vertragsinstallationsunternehmen prüfen zu lassen.
  • Ebenfalls prüfen zu lassen ist der einwandfreie Betrieb der Gasgeräte durch regelmäßige Inspektions- und Wartungsarbeiten nach Herstellervorgaben. Dies geschieht gleichfalls durch ein eingetragenes Vertragsinstallationsunternehmen oder ein durch den Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) zugelassenes Wartungsunternehmen.

Zusätzlich Maßnahmen können sich für Hauseigentümer durch individuelle Versicherungsregelungen ergeben. Die Hauptabsperreinrichtung und der vorhandene Hausdruckregler werden nach Betriebsbedingungen durch den Netzbetreiber durchgeführt und protokolliert. Diese Arbeiten sind für den Hauseigentümer kostenfrei. Er braucht sich hier um nichts zu kümmern.

Hinweis für Besitzer von alten Öl- und Gasheizungen

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) regelt schon heute die Pflicht zum Austausch alter Öl- und Gasheizungen. So heißt es in § 10, dass alte Heizkessel für flüssige und gasförmige Brennstoffe unter gewissen Bedingungen nicht mehr betrieben werden dürfen. Grundsätzlich gilt dies, wenn die Anlage bereits älter als 30 Jahre und keine Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik ist.

Für Eigentümer von Ölheizungen besteht durch das Klimaschutzpaket der Bundesregierung die Möglichkeit zum Austausch ihrer Anlagen gegen beispielsweise eine umweltfreundliche Gasbrennwerttherme mit einer Förderung der Kosten von 40 Prozent. Der Einbau von energieineffizienten Ölheizungen wird ab dem Jahr 2026 ganz untersagt.

 Übrigens…

Eine Umstellung der vorhandenen Wärmeerzeugungsanlage von Heizöl, Flüssiggas oder einem festen Brennstoff auf ein erdgasbetriebenes Gerät wird durch das Förderprogramm der Stadtwerke Werdau GmbH aktuell mit 250 Euro bezuschusst.

Sollten Sie weitere Fragen bezüglich Ihres bestehenden Gasanschlusses oder eines Neuanschlusses haben, stehen Ihnen die Mitarbeiter unserer technischen Fachabteilung Gas gern zur Verfügung.

Ansprechpartner:        Jens Grünert, Netzmeister Gas

Telefon: 03761 7002-41, Mobil: 0172 3526941

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